Sa, 14.12.2013 Konzert: KiEw , Naomi Sample & The Go Go Ghosts, Kotze im Einkaufswagen

Am 14. Dezember wird groß gefeiert:

KiEw wird 23 Jahre alt und feiert dies im Anna & Arthur in der Lüneburger Katzenstraße, bevor sich das Quartett zwecks Albumproduktion ins Zimmer 72 zurückzieht! Mit am Start ist die ebenfalls aus Lüneburg stammende 8bit Electro-Formation Naomi Sample & The Go Go Ghosts, die soeben ein Würfelspiel veröffentlicht hat und auch irgendein Jubiläum an diesem Abend feiert. Eröffnet wird der bunte Abend mit einem der raren Auftritte der einzigen Lüneburger Dada-Industrial Kombo mit Punk-Attitüde Kotze im Einkaufswagen, die im Dezember 1993 ihren ersten Auftritt im Lüneburger Umland hatte und somit das 20jährige Livejubiläum gebührend zelebrieren wird! Die Auftritte der drei Lüneburger Projekte werden auf jedenfall die ein oder andere Überraschung an diesem Abend parat haben. Nach den Konzerten wird bei der anschließenden Aftershowparty mit verschiedenen DJs aus dem Umfeld der beim Jubiläumsfest spielenden Bands noch wild bis zum Morgengrauen gefeiert. Präsentiert wird die Sause von den New Cats On The Block!

live:

+ Aftershowparty

Samstag, 14.12.2013
Einlass: 20h
Beginn: 21h

Anna&Arthur brauchen Deine Hilfe

An alle Liebhaber_innen,  Nutzer_innen, (ehemalige) Mitstreiter_innen und langjährige Unterstützer_innen von Ann&Arthur!A&A

An alle, die sich bei uns einbringen und mit uns das Unglück zurückzuschlagen wollen: Wir brauchen Eure Unterstützung, um das Infocafé weiterhin finanzieren zu können.

Update: Nach dem Brand am Stint

In der Nacht vom 1. auf den 2. Dezember brannte ein Haus am Stint komplett aus. 18 Leute verloren ihre Wohnungen und ihr Hab und Gut. Durch vielerlei Unterstützung konnte ihre unmittelbare Not gelindert werden. In einer der ausgebrannten Wohnungen befanden sich auch Mischpult, Verstärker und Boxen aus dem Anna&Arthur, die dort ehrenamtlich gewartet werden sollten.  Die Musikanlage gibt es nun nicht mehr. Mit ihr wurden Konzert mit Bands von nah und fern veranstaltet, die für eine unmommerzielle und emanzipatorische Kultur stehen. Bitte spendet für eine neue Musikanlage.

Zu den Überlegungen, das Haus am Stint wieder aufzubauen sei gesagt: Lüneburg braucht keine weiteren Schickimicki-Wohnungen, sondern bezahlbaren und WG-geeigneten Wohnraum!

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Wolfsburg: Prozess gegen Antifa am 25.11.13

Der Prozess ist abgesagt!

Am 25. November 2013 findet vor dem Amtsgericht Wolfsburg die Hauptverhandlung gegen Olaf statt, der Lüneburger Antifaschist ist wegen angeblicher “Aufforderung zu Straftaten” angeklagt. Er soll am 1. Juni 2013 eine rund 200köpfige Gruppe von Antifaschist_innen “angeführt” und mehrmals per Megafon dazu auf gerufen haben, einen Naziaufmarsch zu verhindern bzw. zu blockieren.

Die Antifa LG/UU schreibt: „Heute hat das Amtsgericht Wolfsburg das Verfahren gegen Olaf nach § 153 StPO eingestellt. Ihm wurde allerdings die Zahlung von 600 Euro auferlegt. Die Einstellung bedeutet, das es zu keiner Verurteilung kommt.  Die Hauptverhandlung am kommenden Montag (25.11.13) findet daher nicht statt!

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23.11.2013 – 21. Jahrestag des rassistischen Brandanschlages von Mölln

Info- und Mobilisierungsveranstaltung
mit der Antifaschistischen Aktion Herzogtum-Lauenburg

Freitag, 1. November 2013, 20 Uhr
Infocafe Anna & Arthur
Katzenstr. 2 – Lüneburg

anıları canlı tutma mücadelesi
das erinnern erkämpfen
reclaim and remember

Am 23. November 1992 verübten die beiden Neonazis Michael Peters und Lars Christiansen in Mölln zwei Brandanschläge auf die Häuser von migrantischen Familien. Die 10-jährige Yeliz Arslan, die 14-jährige Ayse Yilmanz und Bahide Arslan verbrannten.

Nachdem die Behörden die Betroffenen des rassistischen Brandanschlags zunächst verdächtigten, selbst in die Brände verwickelt zu sein, wurden schließlich die beiden Neonazis verhaftet und 1993 wegen dreifachen Mordes zu langen Haftstrafen verurteilt. Die Mörder sind inzwischen beide wieder auf freiem Fuß.

Der Anschlag in Mölln geschah nicht im luftleeren Raum, sondern stand in direktem Kontext einer rassistischen Kampagne gegen Asylsuchende, die vor allem aus der “Mitte der Gesellschaft”, durch die Regierung und Teile der Opposition befeuert wurde.

Mölln ist nur ein trauriges Beispiel von vielen. Die Morde von Solingen und die Mordserie des NSU sind nur die bekanntesten Anschläge, die zeigen, dass Morde durch Neonazis bis heute Kontinuität haben.

Auch der Rassismus aus der “Mitte” der Gesselschaft ist nicht verschwunden, wie die reschtspopulistischen Thesen Thilo Sarazzins oder die rassistische Unterschriftensammlung gegen Asylsuchende in Lüneburg belegen.

Die Erinnerung an die rassistischen Verbrechen und die Solidarität mit den Opfern ist auch 21 Jahre nach der tat aus genau diesen Gründen notwendig!

Für die Überlebenden des Brandanschlags ist es wichtig, die Erinnerung zurück zu erkämpfen – an das Geschehene, an das Vergessene, an das Verschwiegene, an das unter den Teppich Gekehrte, an die Ursache und die Folgen, an das Davor und das Danach.

Info- und Mobilisierungsveranstaltung
mit der Antifaschistischen Aktion Herzogtum-Lauenburg

Freitag, 1. November 2013
20 Uhr
Infocafe Anna & Arthur
Katzenstr. 2 – Lüneburg

Weitere Termine:

Sonntag, 3. November 2013
„Nach dem Brand“, Dokumentarfilm von Malou Berlin
Diskussion und Information mit Angehörigen der Familie Arslan
12 Uhr – Polittbüro, Steindamm 37, Hamburg

Samstag 16.11.2013
Demonstration „reclaim and remember“ im Gedenken an Bahide und Yeliz Arslan und Ayşe Yilmaz
Mit Support von Johnny Mauser und Microphone Mafia
11 Uhr – Bauhof, Mölln

Freitag, 22.11.2013
„Möllner Rede“ im Exil
19 Uhr – Kaisersaal, Rathaus Hamburg, Eingang Hauptportal Rathausmarkt, Hamburg

Samstag, 23.11.2013
Gedenkveranstaltung
15 Uhr vor dem Bahide-Arslan-Haus, Mühlenweg 9, Mölln

Sa. 2.11. Theater: Die Gerechten

Plakat_Lüneburg
Albert Camus‘ Stück „Die Gerechten“ stellt eine der großen Fragen jeder Revolution: Wenn es politisch sinnvoll scheint, einen Tyrannen zu töten, ist es auch moralisch? Und folgt daraus, dass jeder Mord moralisch gerechtfertigt sein kann?

Auch heute werden diese Fragen an vielen Schauplätzen von Revolutionen gestellt, ob in Syrien, Ägypten oder Russland. Die Revolutionäre wissen jedoch, dass der Mord sie für immer verändern würde. Camus spielt mit diesen Handelnden für eine bessere Welt in der konsequentesten Weise — sie werden zu starken wie schwachen Menschen mit ganz normalen Bedürfnissen nach Liebe und Freundschaft. Ist ein Leben vorstellbar, in dem sowohl das Streben nach Glück wie auch die Vision einer gerechten Welt Platz finden?

Wir haben „Die Gerechten“ für die Bühne adaptiert und möchten in einer szenisch-musikalischen Darstellung zeigen, dass die Fragen der Gerechten für alle und immer aktuell bleiben!

Mit der Gruppe „Mondseetheater“

Fr. 2.11., 19 Uhr
Infocafé Anna&arthur

Sa,2.11. Demo: Flüchtlinge willkommen!

lampedusa-flyerLüneburger Aufruf:

 Stoppt das Sterben im Mittelmeer! Flüchtlinge willkommen!

Wir sind verschiedene Gruppen aus Lüneburg, die mit Erschrecken die aktuellen Ereignisse verfolgen und ein bundes- und europaweites Umdenken hin zu einer humaneren Flüchtlingspolitik fordern.

Mehr als 19.000 Flüchtlinge haben in den letzten 25 Jahren ihr Leben bei dem Versuch verloren, die Festung Europa zu überwinden – die meisten im Mittelmeer. Die Flüchtlinge machen sich in kleinen, seeuntauglichen Booten auf die Flucht nach Europa und geraten oft in Seenot, ohne rechtzeitig Hilfe zu erhalten.

Die Kriegsflüchtlings-Gruppe „Lampedusa in Hamburg“ steht stellvertretend für alle illegalisierten Flüchtlinge in Deutschland. Teilweise finden sie Unterkunft in Kirchen, Moscheen oder privat, sonst müssen sie auf der Straße leben. Anstatt ihnen zumindest humanitäre Hilfe anzubieten, verweigerte beispielsweise der Hamburger Senat am 28.09.2013, die rund 80 in der St. Pauli-Kirche untergekommenen Flüchtlinge erneut im Winternotprogramm der Stadt unterzubringen. Selbst durch die Kirche finanzierte beheizte Container auf dem Gelände der Gemeinden werden von der Politik verweigert. Stattdessen sollen sie zurück nach Italien abgeschoben werden, wo sie keine Existenzgrundlage erhalten. Inzwischen haben deutsche Verwaltungsgerichte in mehr als 270 Fällen entschieden, dass eine Rückkehr nach Italien Flüchtlingen nicht zumutbar ist. Eine Ausnahmereglung für die Gruppe „Lampedusa in Hamburg“ wäre dabei rechtlich nach §23 des Aufenthaltsgesetzes möglich.

Deswegen rufen wir gemeinsam dazu auf, am 2. November auch aus Lüneburg zu der Demonstration „Lampedusa in Hamburg“ (14 Uhr vom Hamburger Hauptbahnhof) zu fahren, um unsere Empörung über die deutsche und europäische Flüchtlingspolitik zum Ausdruck zu bringen und uns solidarisch mit der Forderung der nach Umsetzung des §23 Aufenthaltsgesetz zu zeigen. Gleichzeitig fordern wir einen bundesweiten öffentlichen Diskurs über eine humanere Flüchtlingspolitik. Wer Schutz sucht, ist willkommen! „Willkommen“ heißt: Tatsächliche Chancen auf Teilhabe und Partizipation erhalten.

 

 

Interaktive Wanderausstellung „Beton im Gleisbett“

+++ Update: Vastorf-Prozess überraschend eingestellt. Am Montag öffnet die Ausstellung bereits um 10 Uhr 30. Die Aktivist_innen sind vor Ort und lesen aus Ihren Einlassungen. Anschließend laden Sie zu einem gemeinsamen Rundgang durch die Ausstellung. +++

Beton im GleisbettDie interaktive Ausstellung ‚Beton im Gleisbett‘ (BiG) informiert über die Geschichte, Hintergründe und Folgen gelungener Ankett-Aktionen in Betonblöcken. Dies ist eine kreative Widerstandsform, die nicht nach dem Lösen aus dem Gleisbett gegessen und verdaut ist, sondern mit Strafbefehlen und Gerichtsprozessen in die zweite Widerstandsrunde geht.
Die Besucher_innen werden durch die Ausstellung zur umfassenden Auseinandersetzung mit dem Thema Anti-Atom angeregt. Auch der vielseitige Protest gegen den atomaren Wahnsinn wird sichtbar. Nur
durch die Vielfalt, das Zusammenspiel und die Solidarität der verschiedenen Aktionsformen konnte die Anti-Atom-Bewegung in den Jahrzehnten ihres  Bestehens so stark werden.
Die Ausstellung wird vom Ausstellungskollektiv BiG veranstaltet. Dies ist ein Zusammenschluss einzelner selbstorganisierter Menschen aus Anti-Atom-Zusammenhängen. Unser Anliegen ist nicht nur Aufklärung über eine Widerstandsform und ihre Gründe. Auch wollen wir Unterstützungsmöglichkeiten für die Gruppen aufzeigen, die auf Grund von  Betonblock-Aktionen vor Gericht stehen. Weitere Hintergrundinformationen zur Austellung unter blockblog.blogsport.eu.

Am Montag, den 21.10.2013 wird die Vastorf-Aktionsgruppe vor dem Amtsgricht in Lüneburg angeklagt. Ihr gelang es, den Castor- Transport nach Gorleben 2011 für 15 Stunden zu blockieren und so auf die Gefahren des kriminellen Atomgeschäfts der Konzerne und des  Staates  aufmerksam  zu  machen.  Vier  Angeklagte  haben Strafbefehle  über  35  bzw.  40  Tagessätze  erhalten. Solchen Versuchen, legitimen und wichtigen Widerstand zu kriminalisieren, muss  entschieden  entgegen  getreten  werden.  Kommt  zum Prozess. Weitere Informationen unter: blockcastor.wordpress.com.
[Text von der Rückseite des Flyers übernommen]