Samstag, 22. Dezember 2018: Jahresabschlusskneipe

Samstag, 22. Dezember 2018 ab 20 Uhr:

Jahresabsch(l)usskneipe

Wie auch schon in den letzten Jahren, treffen wir uns zur letzten Kneipe des Jahres. Thedi macht wieder Mucke, Mexikaner und GinTonic gibt zu sozialverträglichen Preisen und man munkelt das die Zapfanlage aus dem 20-Jährigen Schneewittchenschlaf geholt wird. Das wird ein Fest!

 

 

Mittwoch, 28. November 2018: Lesung & Buchvorstellung mit Bernd Langer: „Die Flamme der Revolution – Deutschland 1918/19“

 

Deutschland 1918/19 – Die Flamme der Revolution
Lesung und Diskussion mit Kunst und Kampf (Bernd Langer)

Im Jahr 1919 entwickelt sich im Deutschen Reich ein Bürgerkrieg, der nicht als solcher in den Geschichtsbüchern verzeichnet ist. Wie kommt es dazu?

Mit Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 radikalisieren sich die sozialen Verhältnisse. Weil die SPD den Kriegskurs des Kaiserreiches mitträgt, spaltet sich die Partei und es entsteht die Unabhängige Sozialdemokratie. Auftrieb erhält die Antikriegsstimmung durch die Revolution in Russland 1917. Doch erst mit der militärischen Niederlage bricht das Kaiserreich 1918 zusammen, und ein Matrosenaufstand in Kiel wird zum Auslöser der Novemberrevolution.

Der zunächst friedliche Verlauf ist bald von blutigen Konfrontationen überschattet. Während die radikalen Kräfte die Sozialisierung der Industrie und die Räte-Republik wollen, verteidigen die SPD und andere bürgerliche Parteien die kapitalistischen Besitzverhältnisse mit Hilfe der Freikorps.

Detailreich und lebendig wird in diesem Vortrag die Geschichte jener Tage erzählt, die eine grundlegende politische Weichstellung bedeuten. Denn die weltweite Spaltung in Kommunistische Parteien mit revolutionärem Anspruch einerseits und eine reformistische Sozialdemokratie andererseits sowie die verhängnisvolle Entwicklung am Vorabend des Faschismus sind ohne diese Ereignisse nicht zu begreifen.

Bernd Langer, seit 1978 antifaschistisch engagiert, gehörte zu den Aktivisten der ersten autonomen Antifa-Strukturen. Außerdem entwickelte er die kulturpolitische Initiative Kunst und Kampf (KuK). In den 1990er Jahren war Langer maßgebliches Mitglied der Autonomen Antifa (M) und am Aufbau der AA/BO (Antifaschistische Aktion/Bundesweite Organisation) beteiligt. Als Autor diverser Bücher und Vortragsreisender setzt er sich seit Jahren mit den revolutionären Bewegungen in Deutschland auseinander. Sein aktuelles Buch „Deutschland 1918/19 – Die Flamme der Revolution“ ist aktuell im Unrast Verlag erschienen.

Eine Veranstaltung der Antifaschistischen Aktion Lüneburg / Uelzen

Dienstag, 23. Oktober 2018, Vortrag und Lesung: „Kurdistan und der Krieg um Westasien“

Kurdistan und der Krieg um Westasien – Vortrag und Lesung

Dienstag, 23.10.2018, 19.30 – 22.00 Uhr.

Syrien ist rund sieben Jahre nach Kriegsausbruch immer noch nicht zur Ruhe gekommen. An verschiedenen Fronten stehen sich das Assad-Regime, islamistische Milizen und demokratische Kräfte gegenüber. Im kurdisch geprägten Norden des Landes hat sich derweil ein radikaldemokratisches Experiment etabliert, die Demokratische Föderation Nordsyrien wurde ausgerufen. Wie steht es derzeit um den Aufbruch in syrisch-Kurdistan (kurdisch: Rojava)? Zwischen welchen Machtblöcken verlaufen in Syrien die Fronten? Und wie ist der Aufstieg der neuen Regionalmächte Türkei und Iran zu bewerten? Fragen, denen sich der Aktivist und Autor Anselm Schindler in seinem Buch „Die Strategie der Rose – Kurdistan und der Krieg um Westasien“ widmet.

Anselm war in den vergangenen Jahren mehrfach in den kurdischen Gebieten des Nahen Ostens unterwegs, er wird anhand von Texptassagen aus seinem Buch Stichpunkte für eine Diskussion um die Lage in der Region liefern. Schwerpunktmäßig soll es dabei auch um die Frage gehen, welche Möglichkeiten es für uns gibt, den gesellschaftlichen Aufbruch in Nordsyrien zu unterstützen und was die Kämpfe hier wie dort verbindet. In diesem Rahmen wird Anselm auch über die Ökologiekampagne „Make Rojava Green Again“ berichten.

Eine Veranstaltung der Salt City Antifa [S.C.A.]

Ausstellung: „Die Opfer des NSU“ + Vortrag + Film (29.10.-04.11.2018)

Ausstellung „Die Opfer des NSU“

Die Ausstellung setzt sich mit den Verbrechen des NSU in den Jahren 1999 bis 2011 sowie der gesellschaftlichen Aufarbeitung nach dem Auffliegen der neonazistischen Terrorgruppe im November 2011 auseinander. Neben den Biografien der zehn Mordopfer, den Bombenanschlägen sowie zahlreichen Banküberfällen beleuchtet die Ausstellung Neonaziszenen, aus denen der NSU hervorging. Analysiert werden zudem Gründe, warum die Mordserie so lange unaufgeklärt blieb.
Weiter Informationen zur Ausstellung: www.opfer-des-nsu.de

Programm:

Ausstellung: 29.10. bis 04.11.2018
Infocafé Anna & Arthur, Katzenstraße 2, 21335 Lüneburg
Mo + Di + Do + Fr + So von 12 bis 19 Uhr, Mi + Sa. von 12 bis 17 Uhr

Vortrag: 31.10.2018, 17 Uhr
Einführungsvortrag von Birgit Mair (Ausstellungsmacherin)
Anna & Arthur, Katzenstraße 2, 21335 Lüneburg

Film: 01.11.2018, 19 Uhr
„6 Jahre, 7 Monate, 16 Tage“ von Sobo Swobodnik
Anna & Arthur, Katzenstraße 2, 21335 Lüneburg

Ausstellung: 06.11. bis 13.11 2018
Kunstraum der Universität Lüneburg, Lageplan:
Universitätsallee 1 (Campus Halle 25), 21335 Lüneburg
Di – Fr von 10 – 13 und 14 – 18 Uhr, Mo + Di 10- 13 und 14 – 18 Uhr

Literaturabend: 12.11.2018, 19 Uhr
Der Literaturbetrieb stellt zwei Bücher zum Thema vor
Kunstraum der Universität Lüneburg
Universitätsallee 1 (Campus Halle 25), 21335 Lüneburg

Veranstalter*innen: Lüneburger Netzwerk gegen Rechts & Literaturbetrieb

Freitag, 5. Oktober 2018: Antifa-Tresen mit Film: Projekt A

Hurra! Es ist wieder Antifa-Tresen im Anna & Arthur. Dieser findet regelmäßig jeden 1. Freitag im Monat statt.

Dieses Mal wollen wir gemeinsam den Domentarfilm „PROJEKT A – Eine Reise zu anarchistischen Projekten in Europa“ schauen. Da es keine Diskussionsleitung geben wird, kann im Anschluss in lockerer Atmosphäre am Tresen diskutiert werden – gern auch kontrovers. Parallel dazu gibt`s wie immer gekühlte Drinks und nette Leute. Um 20:00 Uhr geht`s los.

Trailer: https://vimeo.com/149634883

„Der Dokumentarfilm PROJEKT A taucht ein in die vielschichtige Welt der Anarchisten und bricht mit den gängigen Klischees über Steinewerfer und Chaoten. Er eröffnet viel mehr den Blick auf eine Bewegung, die das Unmögliche fordert, an den Grundfesten unserer Gesellschaft rüttelt und gerade deshalb das Augenmerk auf zentrale ungelöste Fragen unserer Zeit lenkt. Der Film handelt von einer politischen Bewegung, ihrer Theorie und den Menschen, die sich für deren Verwirklichung einsetzen.“

Veranstalter*innen: Salt City Antifa

Samstag, 27.10.2018 – Lesung „Our Piece of Punk“ + Konzert

Einlass: 18:30 Uhr | Lesung: 19:00 Uhr | Konzert: 21:30 Uhr

Our Piece of Punk
Ein queer_feministischer Blick auf den Kuchen: 170 Seiten mit Zeichnungen, Comics, Textbeiträgen, Diskussionen und Liebeserklärungen über die Möglichkeiten und Grenzen von Queer_Feminismus im Punk. Protagonist*innen, die Punk und DIY heute lieben und leben, kommen zu Wort. Mit allen Macken, Kanten und Ärgernissen. Es wird während der Lesung Bildbeschreibungen geben.
https://www.ourpieceofpunk.net

Erring Soda (queercore | Berlin)
https://erringsoda.bandcamp.com/

Trainingseinheit Katzenkotze (somegender* Pommespunk | Berlin)
Fünf frittierte Ü30-Kartoffeln machen Punk als wären sie 15: ungestimmte Instrumente, talentfrei, aber süß. Erste Sahne rumgemotze und hintergündige Texte verschmelzen mit drei bis vier Akkorden zu Gute-Laune-Krachmusik. Punkrock at its best!
https://trainingseinheitkatzenkotze.bandcamp.com/

Hyena Hysteria (queer-feministischer Punk | Hamburg)
Eine queer-feministische Punkband mit Vorliebe zu düsteren, lauten Tönen und persönlichen Texten mit politischem Inhalt.
https://hyenahysteria.bandcamp.com/

Wie immer gilt, dass Deutschtümelei, Sexismus, Rassismus und anderer Mist nicht willkommen sind und nicht geduldet werden.

Dienstag, 25. September 2018, Infoveranstaltung: Liebig34 bleibt!

LIEBIG34 BLEIBT!
(english version below)

Die Liebig34 ist ein selbstverwaltetes, anarcha-queer-feministisches Hausprojekt in Berlin-Friedrichshain. Es besteht aus drei verschiedenen Kollektiven: dem Infoladen “Daneben“, dem Veranstaltungsraum „L34-Bar“ und dem Wohnprojekt.
In dem Haus leben wir mit rund 40 Menschen aus verschiedenen Ländern mit diversen Hintergründen und Gender-Identitäten kollektiv und ohne cis-Männer zusammen. Dabei versuchen wir einen hierarchiefreien „safer space“ zu schaffen, der uns hilft, Machtstrukturen und Privilegien zu reflektieren. Hier haben wir den Raum zum Entwickeln und Anwenden von feministischer Praxis und können uns gegenseitig empowern.
Die Liebig34 wurde 1990 besetzt und später mit einem Pachtvertrag legalisiert. Dieser läuft im Dezember 2018 aus
Wir werden um die Liebig34 kämpfen. Dafür brauchen wir eure Unterstützung!
Dafür laden wir euch herzlich ein zu unserer Infoveranstaltung in das Infocafé Anna und Arthur am 25.9. um 18 Uhr
Außerdem laden wir euch herzlich ein nach Berlin zu unserer Demo zu kommen. Die findet am 29.9. um 18 Uhr statt!

https://de.gofundme.com/liebig-stays
http://liebig34.blogsport.de/
https://twitter.com/liebig34liebig

We will fight! Liebig34 resists! Weiterlesen

Freitag, 21. September 2018, Vortrag und Diskussion: Das Problem mit verkürzter Kapitalismuskritik

Freitag, 21. September 2018, 19:00 Uhr

Vortrag von Alexander Lingk (Frankfurt/Main)
Gemeinsame Diskussion

„Bei euch gibt’s Coca-Cola, ich dachte ihr wärt‘ cool!“
„Keine Macht den Banken und Konzernen!“
„Wir müssen aufhören auf die da Oben zu schimpfen und bei uns selbst anfangen!“
„Gut leben statt viel haben“

Gemeinsam haben diese Aussagen, dass sie Kapitalismus kritisieren wollen. Das Kritik an der kapitalistischen Produktionsweise wichtig ist, steht für uns nicht zur Diskussion. Was wir aber diskutieren müssen ist, wie diese Kritik aussehen kann und soll. Die Beispiele oben sind für uns selbst Anlass zur Kritik. Sie verkürzen Zusammenhänge oder schieben die Verantwortung für gesellschaftliche Missstände den Konsumierenden, pauschal „denen da Oben“, dem „Finanzkapital“ oder einfach „Coca-Cola“ zu.

Dabei geht es nicht nur um Ausdrucksweisen, sondern auch darum, wie wir Kapitalismus verstehen und unsere Kritik praktisch machen können. Denn für radikale Veränderung ist ein Bewusstsein dafür wichtig, dass individuelle Verantwortung und Kritik am großen Ganzen notwendigerweise im Widerspruch zueinander stehen. Wird eine Seite nicht mit gedacht bleibt die Kritik stets verkürzt und problematisch.

Beim letzten Mal haben wir über Verschwörungstheorien diskutiert, um sie aus einer linken Perspektive zu kritisieren. Aber auch um
verschwörungstheoretischen, rechten und rückschrittlichen
Antikapitalismus besser problematisieren zu können, ist eine
Auseinandersetzung mit der eigenen Kapitalismuskritik unumgänglich.

Für diese Auseinandersetzung laden wir euch herzlich ins ins Anna & Arthur ein. Wir beginnen mit einem Vortrag von Alexander Lingk (Frankfurt/Main) und wollen dann über beispielhafte Aussagen in die Diskussion kommen.

Wir freuen uns!

Freitag, 9. November 2018, Konzert: Neonschwarz + Docnest

Neonschwarz
40° Fieber Tour 2018 / 2019
präsentiert von Noisey, taz, Plastic Bomb Fanzine, rap.de

09.11.2018 – Lüneburg – Anna&Arthur
Einlass: 20:30
Beginn: 21:30

Es gibt keinen Vorverkauf !

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40° Fieber! Neonschwarz kommen auf Betriebstemperatur! Nach Festivalsommern von Hurricane bis Highfield und Auftritten in, vor und auf Clubs, AJZs & Konzerthallen, zog sich die Band zurück an den Elbstrand. Jetzt schütteln Marie Curry, Johnny Mauser, Captain Gips und Spion Y den Sand aus den Schuhen und springen wieder dahin, wo sie hingehören: auf die Bühne!

Seit den Entstehungstagen ist Hip Hop untrennbar mit dem Wunsch verknüpft, aus beengten Verhältnissen auszubrechen, sich Gehör zu verschaffen, Raum zu erobern und neu zu definieren. Bei Neonschwarz steckt dieser Antrieb in jedem Song, in jeder Strophe. Und dass genau das auf hedonistischer Höchsttemperatur auf die Bühne gebracht werden kann, zeigt die Band seit 2012. Die Unbeschwertheit des Pop und die Antihaltung von Punk sind hier ebenso wenig ein Widerspruch wie politische Agitation und Battlerap. Im Gegenteil – je näher die Pole einander kommen, desto stimmiger das Ergebnis. Rückgrat trainieren geht auch im Moshpit oder beim Crowdsurfen auf der Ananasmatratze.

Die Stärke von Neonschwarz liegt auch in der einzigartigen Band-Dynamik: Marie Curry ist neben Gesang vor allem als Rapperin in die erste Reihe vorgerückt und textlich wie technisch restlos State of the Art. So wird ein Kräftemessen und Bällezuspielen mit Johnny Mauser und Captain Gips möglich, das Neonschwarz als spannungsgeladene Einheit auftreten lässt. Spion Y ist schließlich technisch versierter DJ und hochmusikalischer Steuermann, für den nicht umsonst Liebeslieder geschrieben wurden. Vier Charaktere mit einem gemeinsamen Anspruch, die mit voller Kraft voraus linke Haken gegen die miese Realität verteilen. Und das mit Freude an Hooks, Punchlines und Interaktion, die live mühelos überspringt. Nicht verpassen!

Über Docnest gibts das hier zu sagen:

In Hamburg existieren viele Mc´s. Zwei davon sind Doc Sleiwas und Nesti Nest
aka Docnest. Kartoffelschälerstylesz sind unabdingbar. Politische Inhalte und gesellschaftliche Themen treffen auf Selbstironie und eine gesunde Abneigung zur allgemeinen Verkartoffelung. Ein bunter Kessel an Schabernack und Verbalitäten wird verpackt in Wortakrobatik und Witz.
Serviert wird das Ganze auf Boom Bap Beats mit jazzigen Licks und Lines in gewohnt kaltschnäutziger Manier. Mit Herz, Funk und Soul wird randaliert, kritisiert und phantasiert! Am 15.06.18 erschien ihr Debütalbum (Born to be Riot) auf Vinyl und Digital über Fire and Flames Music aus Kiel.